natur

Die Kompetenzgruppe "Natur" besteht aus folgenden Mitgliedern:

 

 

Isabel Sasse,  Huberweg 37, 77933 Lahr

Peter Bux, Im Münchtal 10, 77933 Lahr
Michael Weber, Bürklinstrasse 46, 77933 Lahr

Manfred Eble, Birkenrain 11, 77933 Lahr



Natur & Umwelt,  Auswirkungen der Bebauung am Altenberg

 

"Das Plangebiet zeichnet sich durch Strukturreichtum und eine enge Verzahnung unterschiedlicher Biotoptypen aus."

(Zitat aus dem Scopingpapier von Faktorgrün)

 

  • Das Plangebiet umfasst 70.000m², davon 24.200m² Wald
  • 40.000m² sollen bebaut werden
  • Die Bebauung erfordert eine Abholzung von 4.600m ² Wald. Hiervon
    • werden 1.600m² für die unmittelbare Bebauung
    • und weitere 3.000m² für die Umwandlung in "Niederwald" 

         benötigt. Die Umwandlung in „Niederwald“ ist erforderlich, um 30m Bebauungsabstand zum Wald zu erreichen.

  • 8.900m² Fläche (davon 5.600m² Wald) sollen als Fläche für artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen herangezogen werden.

 

Waldverlust im Plangebiet: 10.200m² bzw. 42,1%

 

Zu erwartende Risiken/Folgen durch den Eingriff in den Wald:

  • Bei Sturmereignissen sind Folgeschäden durch den massiven Eingriff in den derzeit intakten Waldrand zu erwarten (Stichwort: Lothar?)
  • Verlust der Lebensräume von besonders und streng geschützten Arten.
  • Es ist unklar wer die regelmäßigen und langfristigen Kosten zum Erhalt der Maßnahmen bzw. der niederwaldigen Bewirtschaftung trägt.

Auswirkungen auf die Tierarten im Plangebiet

 

Das gesamte Plangebiet, stellt Aufgrund seiner Lage und Struktur einen Lebensraum zur Verfügungen in dem Zahlreiche Tiere leben. Darunter befinden sich auch nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchuG) besonders bzw. besonders und streng geschützte Arten. Dies sind unter anderem:

 

  • 8 besonders geschützte Arten
  • 2 besonders und streng geschützte Arten
  • 9 Fledermausarten
  • Voraussichtlich weitere Arten die im Gutachten des Bauträgers nicht erfasst wurden

 

Die Umsiedlung einer streng geschützten Tierart kann nur erfolgen wenn eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Offenburg vorliegt. Diese Genehmigung kann nur erteilt werden, wenn ein „öffentliches Interesse“ vorliegt. 

 

Beim geplanten Bauvorhaben ist ein „öffentliches Interesse“ nicht ersichtlich. Eingriffe oder Umsiedlungen sind deshalb mit Hinblick auf den Artenschutz nicht möglich und deshalb, nach unserer Einschätzung nicht genehmigungsfähig!

 

Risiken durch den Eingriff in bestehende Lebensräume

 

  • Nachhaltige Zerstörung von hochwertigem Lebensraum und damit deutliche Reduzierung der Artenvielfalt im Umfeld
  • Durch die Baumaßnahmen ist nicht auszuschließen das besonders und streng geschützte Arten direkt oder indirekt zu Tode kommen
  • Nicht oder unvollständig (Stichwort: Fledermäuse) im Scopingpapier erfasste Arten werden nicht berücksichtigt und bei Umsetzung des Bauvorhabens massiv beeinträchtigt.

Das Projekt stellt einen wesentlichen Eingriff in die Flora und Fauna des Altvaters dar. Wir fordern daher die Erstellung eines umfangreichen Umweltgutachtens.