Geologie

Die Kompetenzgruppe "Geologie" besteht aus folgenden Mitgliedern:

 

Sandra Schappacher, Bürklinstrasse 56, 77933 Lahr

Elisabeth Heimann, Bürklinstrasse 41, 77933 Lahr

Jörg Leser, Bürklinstrasse 59, 77933 Lahr



Zur physischen Geographie des Gebietes Altenberg / Lahr

  • Gebiet befindet sich im Naturraum Lahr-Emmendinger-Vorberge und ist somit Teil des Oberrheingrabens, einer Teilstruktur der Mittelmeer-Mjösen-Zone, die vom Mittelmeer bis Norwegen reicht.
  • Durch Absenken und Auseinanderdriften kam es an den Flanken des Grabens zur Bildung von z.T. großräumigen Bruchscholleneinheiten, die sich  treppenartig vom Schwarzwald zum Oberrheingraben ziehen.  
  • Teile des Deckgebirges sind am Altvater als anstehender Buntsandsein mit aufliegendem Muschelkalk sichtbar. Das Gebiet Altenberg, als Teil der Bruchzone wird aktuell durch Löss (Ablagerungen im Laufe der letzten Eiszeit) mit geringer Bodenauflage gekennzeichnet.
  • Entsprechend besteht die Gefahr der Verlagerung der Quellhorizonte im Kluftsystem des Buntsandsteins bei Starkregen. Beispiel hier: bei starken und andauernden Regenfällen bildet sich oberhalb des Amselbrunnens eine weitere Quelle. 
  • Durch die notwendige neue Terrassierung werden unter- und oberflächliche Wasserführung gestört. Der Pufferspeicher Boden (30 bis 150 Liter Speicherkapazität pro Quadratmeter) wird durch Bebauung und Straßenbau versiegelt. Die Ableitung dieser Wassermengen muss nach aktueller Sachlage vorwiegend über einen existierenden Wassersammler abgeleitet werden. Reicht der Durchmesser? Wie wird sogenanntes „Wildes Wasser“ von den Flanken des Altvaters gefasst und kontrolliert abgeleitet?
  • Bei Sättigung des Bodens mit Wasser kann es zu unkontrollierten Bodenbewegung / Rutschungen kommen. Die unterliegenden Strukturen sind nur schlechte Wasserleiter und können nur begrenzt Wasser aufnehmen.So waren bereits beim Bau der Schwesternschule solche Bewegungen ersichtlich, die nur mit hohem baulichem Aufwand eingedämmt werden konnten. Das Klinikum hatte im Rahmen der Baumaßnahmen des neuen OP- und Parkhaustraktes ebenfalls mit eindringendem Schlammmassen zu kämpfen.
  • Oberflächen- und Schichtwasser führten Ende Mai 2013 zu großflächigen Überschwemmungen im Bereich der Bürklinstraße östlich der Wendeplatte. Der Einsatz von Feuerwehr und Bauhof verhinderte schlimmeres. Auf bis zu 10 Meter breite floss Wasser aus dem Wald unkontrolliert in das Wohngebiet. Das anstehende Gestein und der Boden hatten keine weitere Wasseraufnahmemöglichkeit nach vorangegangenem Dauerregen. Seitens des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau wurden bereits Bodenerosionsrinnen bekannt gemacht, entlang derer sich normalerweise die Wassermassen sammeln. Für den Bereich Altenberg / Bürklinstraße sind zahlreiche solcher Rinnen ausgewiesen (mit am stärksten in Lahr betroffen das Gebiet des neuen Baugebietes Hosenmatten II).

Lösungsansätze:

 

Hydrogeologische Untersuchung, Planung von angelegten Abflussrinnen, Zisternen, Notbrunnen, hochwertige Drainierung des Gebietes

Schon jetzt haben zahlreiche Anwohner Probleme mit dem Oberflächen- und Grundwasser. Welche Folgen ergeben sich aus der Versiegelung einer so grossen Fläche am Altenberg?